"Erfolge entscheiden sich vorwiegend im Kopf!"
Autogenes Training
Das autogene Training ist eine Form der Autosuggestion (Selbstbeeinflussung). Es muss aber unter Anleitung und Aufsicht eines mit dieser Methode vertrauten Arztes oder Psychologen erlernt werden.
Beim autogenen Training liegt das Prinzip zur Bewältigung von Stress und Angst bzw. Furcht in der konzentrierten Selbstentspannung. Durch willkürlich eingeleitete und kontrollierte Selbstregulation von Atmung, Herzschlag, Muskelton, ... erhöht der Sportler seine Entspannungsfähigkeit.
Über eine allgemeine zentralnervöse Beruhigung verbessern sich die Erholungsprozesse. Autogenes Training ermöglicht es dem Spieler, seine psychosomatischen, insbesondere emotionalen Prozesse besser zu regulieren und seine Leistungsfähigkeit im Wettkampf zu steigern bzw. zu stabilisieren.
Mentales Training
(mental=geistig, im Geiste)
Das mentale Training läuft auf geistiger Ebene ab, in Form von Denk- und Vorstellungsprozessen.
Die Antriebs- und Steuerungsfunktonen des mentalen Trainings werden durch Bewegungsvorstellungen oder Bewegungsbeobachtungen ausgelöst. Das mentale Training steht damit in enger Beziehung zu Formen der Vorstellung des Bewegungsablaufs und der Beobachtung des Bewegungsablaufs bei anderen Spielern.
Mentales Training lässt sich auf verschiedenen Leistungs- und Könnensstufen durchführen. Voraussetzung ist aber, dass klare Vorstellungen über die Struktur einer Bewegung und ihrer bedeutenden Details vorhanden sind.
Für das Fussballspiel sind die Vorstellungsprozesse auf teilstandardisierte Handlungsabläufe sowie auf kognitiv-motivationale Verhaltenssteuerungen auszudehen.
- Mentales Training kann zielgerichtet auf Einzelhandlungen, taktische Handlungsstrukturen und die zu erwartenden Wettspielanforderungen ausgerichtet werden.
- Mentales Training berücksichtigt die individuelle (physische und psychische) Konstitution und die situationsspezifische Erregungslage des Spielers.
- Mentales Training ermöglicht allgemein und situativ eine Steigerung der körperlichen und seelischen Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit.
Quelle: Fussball: Kondition, Technik, Taktik & Coaching / G. Bisanz, G. Gerisch